Eisklettern – vertikal auf gefrorenem Wasser
Eisklettern führt an gefrorenen Wasserfällen, Eisfällen und vergletscherten Steilwänden empor. Im Gegensatz zum sommerlichen Alpinklettern kommen hier spezielle Eisgeräte und Steigeisen zum Einsatz, mit denen sich Kletterer aktiv ins Eis schlagen.
Technik und Ausrüstung
Zur Grundausrüstung gehören zwei Eisgeräte (technische Eispickel), steigeisenfeste Schuhe mit Frontalzacken-Steigeisen sowie Eisschrauben zur Absicherung der Route. Die Klettertechnik unterscheidet sich deutlich vom Felsklettern und sollte in spezialisierten Kursen erlernt werden.
Sicherheit beim Eisklettern
Neben dem generellen Sturzrisiko spielt bei Eisklettern auch die Eisqualität eine entscheidende Rolle: Temperaturschwankungen können Eisformationen instabil machen. Steinschlag und Eisschlag von oberhalb liegenden Kletterern sind zusätzliche Risikofaktoren, weshalb ein Helm zwingend erforderlich ist.
Beliebte Eisklettergebiete
Zuverlässig gefrorene Wasserfälle finden sich in vielen hochalpinen Regionen, etwa im Mont-Blanc-Gebiet, in der Hohen Tauern und in den nordamerikanischen Rocky Mountains.
Vorbereitung für Fortgeschrittene
Eisklettern gilt als anspruchsvolle Spezialdisziplin und richtet sich in der Regel an Kletterer mit bereits vorhandener Erfahrung im Alpinklettern. Der Einstieg gelingt am besten mit einem erfahrenen Bergführer.
Fazit: Winterliche Spezialdisziplin für Erfahrene
Eisklettern eröffnet Zugang zu spektakulären, sonst unzugänglichen Eisformationen und ist eine lohnende Ergänzung für Kletterer, die auch im Winter aktiv bleiben möchten.