Höhenkrankheit – wenn der Körper der Höhe nicht folgen kann
Höhenkrankheit entsteht durch den mit zunehmender Höhe sinkenden Sauerstoffpartialdruck und kann bereits ab etwa 2.500 Metern auftreten. Sie ist eine der wichtigsten Risikofaktoren bei Hochtouren und Expeditionen im Himalaya und anderen Hochgebirgen.
Symptome erkennen
Erste Anzeichen der akuten Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Appetitlosigkeit. Bei Fortschreiten können sich lebensbedrohliche Formen wie ein Höhenlungenödem oder Höhenhirnödem entwickeln, die sofortigen Abstieg erfordern.
Akklimatisation als beste Vorbeugung
Die wirksamste Vorbeugung ist eine langsame, schrittweise Anpassung an die Höhe. Die Faustregel „climb high, sleep low" – tagsüber höher steigen, aber auf niedrigerer Höhe übernachten – hat sich bei Expeditionen bewährt und wird von erfahrenen Bergführern konsequent angewendet.
Richtiges Verhalten bei Symptomen
Bei ersten Anzeichen von Höhenkrankheit gilt: nicht weiter aufsteigen, ausreichend trinken und bei anhaltenden oder sich verschlechternden Symptomen umgehend absteigen. Ein Ignorieren der Warnzeichen zählt zu den häufigsten und gefährlichsten Fehlern bei Höhenexpeditionen.
Vorbereitung und Risikofaktoren
Gute körperliche Fitness schützt nicht zuverlässig vor Höhenkrankheit – die individuelle Veranlagung spielt eine größere Rolle. Dennoch trägt eine solide Fitness & Vorbereitung zur allgemeinen Belastbarkeit im Gebirge bei.
Fazit: Höhe ernst nehmen, unabhängig von der Erfahrung
Höhenkrankheit kann jeden treffen, unabhängig von Fitness oder bisheriger Bergerfahrung. Wer die Warnsignale des eigenen Körpers ernst nimmt und konsequent handelt, minimiert das Risiko erheblich.