Lhotse – der Nachbar des Mount Everest
Der Lhotse ist mit 8.516 Metern der vierthöchste Berg der Erde und liegt im Himalaya unmittelbar neben dem Mount Everest, mit dem er über den Südsattel verbunden ist. Der Name bedeutet aus dem Tibetischen übersetzt „Südgipfel" – eine Anspielung auf seine Lage südlich des Everest.
Aufgrund dieser Nähe teilen sich Lhotse- und Everest-Expeditionen bis zum Südsattel auf rund 7.900 Metern dieselbe Route, bevor sich die Wege trennen.
Charakteristik und Herausforderungen
Die Lhotse-Südwand gilt mit über 3.000 Metern Wandhöhe als eine der größten Steilwände der Erde und zählt zu den schwierigsten alpinistischen Herausforderungen überhaupt. Die Normalroute über den Westsattel ist zugänglicher, verlangt aber dennoch technisches Können im steilen Eis des sogenannten Lhotse-Couloirs.
Vorbereitung
Da die Route bis zum Südsattel identisch mit der Everest-Normalroute ist, gelten für Lhotse-Expeditionen ähnliche Anforderungen an Fitness & Vorbereitung und den Umgang mit Höhenkrankheit wie beim Nachbargipfel.
Beste Reisezeit
Wie beim Everest liegen die besten Zeitfenster im Frühjahr zwischen April und Mai, seltener auch im Herbst.
Fazit: Im Schatten eines berühmten Nachbarn
Der Lhotse wird oft vom Ruhm des benachbarten Mount Everest überschattet, ist technisch mit seiner Südwand jedoch mindestens ebenso anspruchsvoll und ein eigenständiges, hochkarätiges Ziel für erfahrene Höhenbergsteiger.