Annapurna – der erste bestiegene Achttausender
Die Annapurna im nepalesischen Himalaya war 1950 der erste Achttausender überhaupt, der von Menschen bestiegen wurde – drei Jahre vor dem Mount Everest. Die französische Expedition unter Maurice Herzog gilt als einer der bedeutendsten Meilensteine der Bergsteigergeschichte.
Trotz dieser frühen Erstbesteigung zählt die Annapurna bis heute zu den gefährlichsten Achttausendern der Welt: Statistisch gesehen weist sie im Verhältnis zu Besteigungsversuchen eine der höchsten Todesraten aller 14 Achttausender auf.
Warum die Annapurna als so gefährlich gilt
Die Hauptgefahr liegt in der extremen Lawinenanfälligkeit der Nordwand-Route, die durch instabile Hängegletscher führt. Anders als bei vielen anderen Achttausendern lässt sich dieses objektive Risiko kaum durch Erfahrung oder Können reduzieren.
Trekking rund um die Annapurna
Deutlich zugänglicher als der Gipfel selbst ist das Annapurna-Gebiet für Trekker: Das Annapurna Base Camp und die Annapurna-Circuit-Route zählen zu den beliebtesten Mehrtagestouren Nepals und bieten spektakuläre Ausblicke ganz ohne alpinistisches Risiko.
Beste Reisezeit
Für Trekkingtouren eignen sich Frühjahr (März bis Mai) und Herbst (September bis November) am besten, außerhalb der Monsunzeit.
Fazit: Historischer Meilenstein mit hohem Risiko
Die Annapurna steht für den Beginn des Höhenbergsteigens auf Achttausendern – gleichzeitig mahnt ihre Geschichte, wie sehr objektive Gefahren wie Lawinen jede noch so gute Vorbereitung überlagern können. Mehr dazu unter Sicherheit & Lawinenkunde.